Stellungnahme zum Artikel „Viel Tierliebe, fehlende Quittung“ MAZ Lokal Havelländer vom 31.01.2015
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Wieder einmal sieht sich unser Tierschutzverein als Betreiber des Tierheims in Falkensee mit einer bemerkenswert aufwändigen Berichterstattung (immerhin Titelblatt-Schlagzeile der Samstag-Ausgabe von MAZ Lokal) über angebliche „Machenschaften“ in unserem Tierheim im Zusammenhang mit der Auffindung einer entlaufenen Katze der Brieselanger Familie J. konfrontiert.

Die Familie hat also über die von unserem Verein zur Verfügung gestellte Homepage Kenntnis über den Verbleib ihres entlaufenen Katers erhalten. Das Tier wurde in unser Tierheim nach Falkensee gebracht. Dies wurde zuvor mit der Gemeinde Brieselang abgestimmt, denn auch dort war er nicht als vermisst gemeldet. Der Kater konnte den Besitzern dann nach entsprechender Verweilzeit wieder zurückgegeben werden.

Groß war die Entrüstung der Besitzer, dass, wie in solchen Fällen üblich, Verweilkosten in Form von festen Tagessätzen sowie Kosten für eine erfolgte Kastration in Rechnung gestellt wurden. In ähnlicher Form ist es im Jahr 2014 gelungen, 8 entlaufene Katzen wieder in Ihre häusliche Umgebung zu übergeben. In diesen Fällen wurden den Besitzern, wie in seriösen Tierheimen üblich, entstandene Kosten in Rechnung gestellt. Regelmäßig äußern sich die Besitzer in sehr dankbarer Form, dass Sie Ihre Tiere durch uns zurückerhalten konnten.

Anders die Reaktion der Familie J., die über die Lokalpresse den Eindruck erwecken lässt, wonach im Tierheim Barbeträge „ohne Quittung“ entgegengenommen werden. Der Vorstand unseres Vereins verwahrt sich gegen diese einseitige tendenziöse Berichterstattung in der Lokalpresse. Bei Rückgabe von Fundtieren an ihre Besitzer werden im Tierheim Verträge genutzt, auf denen die entstandenen Kosten vollständig dokumentiert sind, von beiden Parteien unterzeichnet werden und von denen jede ein Exemplar erhält. Die Lebensgefährtin von Herrn J., welche die Besitzerin des Katers ist, nahm nur ihren Kater, den handschriftlichen Merkzettel der Kostenaufstellung, der eigentlich für unsere Tierheimunterlagen vorgesehen war, mit und ging.

Aus Gründen des Tierschutzes werden geschlechtsreife Katzen/Kater in Tierheimen kastriert bzw. keine unkastrierten Tiere vermittelt. Bei diesem Kater handelte es sich um ein ca. 1 ½-jähriges, ausgewachsenes, geschlechtsreifes Tier, für das nach eigenen Angaben der Besitzer beim Tierarzt bereits selbst einen Termin zur Kastration angemeldet hatte.

Wie wir der MAZ bereits geschildert haben, wurde der Kater an einer ihm neuen, also fremden Umgebung, unkastriert, nicht gekennzeichnet und ausgehungert aufgefunden. Unsere Mitarbeiterin erkundigte sich bei den Nachbarn, dem für Fundtiere zuständigen Ordnungsamt der Gemeinde Brieselang und handelte dann gemäß dem Fundrecht sowie dem Tierschutzgesetz.

Ende November 2014 fand zudem ein zweites Gespräch mit der Besitzerin im Tierheim statt. Hier wurde ihr nochmal die Aushändigung einer Quittung angeboten. Für sie“ war der Fall erledigt“. Dabei erwähnte sie, „dass ihr bereits schon einmal ein Tier weggelaufen ist, sie es aber nicht gesucht hat.“

Der Wechsel der Tierheimleitung steht nicht im Zusammenhang mit den hier genannten Vorwürfen. Dies haben wir der MAZ konkret geschildert. Frau Alexander kündigte ihren Arbeitsvertrag aus persönlichen Gründen.

Der Landkreis Havelland hat den Bau des Hundehauses für die Unterbringung von 20 Hunden realisiert. Nur er als Bauherr kann Aussagen über die tatsächlichen Baukosten machen. Mit vorerst 4 Hunden wollen wir das Haus bald in Betrieb nehmen.

Mit der Gemeinde Brieselang arbeiten wir einvernehmlich bei der Fundtierbetreuung zusammen. Die Gemeinde erstattet dem Verein vollständig die entstandenen Kosten.
Die Stadt Falkensee erstattete uns bislang nur ca. ein Viertel der aufgewendeten Kosten der Fundtierversorgung. Unsere wiederholten Bemühungen um eine vertragliche Regelung lehnte sie auch für das Jahr 2015 ab.

Wir können dennoch konstatieren, dass die Mehrzahl der Bürger aus Falkensee und den umliegenden Gemeinden die fast ausschließlich ehrenamtliche Tätigkeit von vielen Helfern im Tierheim an 365 Tagen im Jahr mit Dankbarkeit und Sympathie zu würdigen weiß.

Falkensee, 02.02.2015

Der Vorstand